Endoskopie
In der Endoskopie/ Funktionsdiagnostik werden ambulante und stationäre Untersuchungen für die Fachabteilungen des gesamten Krankenhauses und auch für zuweisende Ambulanzen durchgeführt. Das Spektrum der Aktivitäten umfasst den gesamten Bereich diagnostischer und interventioneller Verfahren des Fachgebietes.
Ein Endoskop besteht heute aus einem flexiblen mit Kunststoff ummantelten Schlauchsystem. Es ist weich und extrem biegsam und kann deshalb leicht in den Körper eingeführt werden. An der Spitze des Endoskops befindet sich eine Linse mit einem Chip, ähnlich dem Objektiv einer Videokamera. Endoskope sind außerdem mit einer Lichtquelle und einer Kamera ausgestattet. Sie haben meist einen Durchmesser von unter einem Zentimeter. Dank der Videotechnik ist es möglich gestochen scharfe Bilder aus dem Körperinneren auf einen Monitor zu übertragen. So kann der Arzt selbst kleinste Schleimhautveränderungen erkennen. Der Einsatz neuer Verfahren wie Zoom-Endoskopie und Färbetechnik (Chromo-Endoskopie) können die Diagnose noch verbessern.
Im Endoskop sind kleine Arbeitskanäle enthalten, durch die unterschiedliche Instrumente eingeführt werden können. Mit Hilfe sehr kleiner Metallschlingen und Greifzangen können während der Untersuchung Gewebeproben entnommen oder kleine Eingriffe vorgenommen werden.
Kardiologische, angiologische und pneumologische Funktionsdiagnostik
Die kardiologische Funktionsdiagnostik umfasst verschiedene Methoden zur Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems. So können durch die Echokardiographie, Spiroergometrie, das EKG, Belastungs-EKG und Langzeit-EKG Krankheiten erkannt und wichtige Eingriffe und/oder Operationen vorbereitet werden. Beispielsweise erlaubt die Echokardiographie - auch Herzultraschall genannt - die Beurteilung der Herzgröße, der Herzpumpleistung sowie der Funktion der Herzklappen. Dies sind wichtige Parameter zur Erkennung von Krankheiten wie z.B. der Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) und der Arteriosklerose (Verkalkungen von Gefäßen). Allerdings treten bei vielen Menschen Beschwerden wie Luftnot oder Herzstechen erst bei körperlicher Anstrengung auf. Bei diesen Patienten kann die Fahrrad- und Laufbandergometrie sowie die Stress-Echokardiographie wichtige Erkenntnisse liefern. Andere Beschwerden treten wiederum nur zu bestimmten Tageszeiten, z.B. nur nachts oder am frühen morgen auf. Hier helfen Untersuchungen wie das 24-Stunden-Langzeit-EKG und die 24- Stunden Blutdruckmessung. Das telemedizinische EKG eignet sich für Patienten, die an sehr unregelmäßig auftretenden Beschwerden leiden. Solchen, die man mit einem 24-Stunden-EKG nicht erfassen kann, da sie seltener oder nur in bestimmten Lebenslagen auftreten.
Die angiologische Diagnostik hilft Krankheiten wie den Bluthochdruck und Störungen der Durchblutung zu erkennen. In hochauflösenden Bildern können die Arterien und Venen in ihren beschallbaren Verlaufsabschnitten direkt dargestellt werden. Krankhafte Veränderungen der Gefäßwand, speziell atherosklerotische Wandverdickungen, Ablagerungen und Gerinnselbildungen (Thromben) können auf diese Weise diagnostiziert werden. Bei bestehender atherosklerotischer Gefässveränderungen können Plaque- und Stenosemessungen durchgeführt werden.
Im Farbduplex-Verfahren können die Blutflüsse in den Arterien und Venen jeweils farbig dargestellt und mittels Strömungskurven vermessen werden. Mit stiftförmigen CW-Doppler-Sonden können auch Strömungen in tiefliegenderen Gefäßen bei vermehrter Eindringtiefe dargestellt und vermessen werden. Langsame Strömungen können zusätzlich farbig dargestellt werden.
Der integrative Ansatz zur Erkennung von Krankheiten schließt auch die pneumologische Funktionsdiagnostik mit ein. Hier werden durch Untersuchungen der Lunge wie Lungenfunktionstest, Bodyplethysmographie und Lungenspiegelung (Bronchoskopie) Krankheiten wie Asthma, Bronchitis, aber auch bösartige Lungenerkrankungen untersucht und behandelt.