Der Bereich der Kardiologie und Angiologie umfaßt die Diagnostik und Therapie von Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und des Gefäßsystems.
Für die Akuttherapie steht neben der Intensivstation eine modern eingerichtete Aufnahmestation mit Monitorüberwachung zur Verfügung. Die kardiologische Station wird in enger Zusammenarbeit zur pneumologischen Abteilung geführt. Diese Struktur erleichtert die Betreuung von Patienten mit überlappenden Krankheitsbildern beider Fachdisziplinen.
Gefäßerkrankungen sind häufig eine interdisziplinäre Herausforderung. Im Vorfeld steht die Abklärung mittels moderner Ultraschalldiagnostik, aber auch verschiedener invasiver Verfahren. In Diagnostik und Therapie arbeiten wir sehr eng mit unseren Radiologen und Gefäßchirurgen zusammen und können durch die enge Verknüpfung der drei Disziplinen unsere Patienten optimal versorgen.
Die Fachdisziplin Angiologie befaßt sich mit der Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen der arteriellen und venösen Blutgefäße sowie der Lymphgefäße.
Zur Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen stehen uns fast alle bekannten internistischen Möglichkeiten zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit unserer Funktionsdiagnostik und der radiologischen Abteilung verfügen wir ferner über moderne invasive Verfahren zur Diagnostik und Therapie.
Patienten, bei denen Durchblutungsstörungen durch eine gefäßchirurgische Therapie verbessert werden können, werden in unserer chirurgischen Abteilung weiterbehandelt. Die speziellen Behandlungsmöglichkeiten werden nach Abschluß der Voruntersuchungen in einem interdisziplinären Ärzteteam, bestehend aus Gefäßchirurgen, Radiologen und Angiologen ausgewählt und nach Aufklärung unserer Patienten umgesetzt.
Die enge räumliche und fachlichen Verbindung der drei Disziplinen ermöglicht uns eine optimale Versorgung unserer Patienten.
Als Therapieformen zur Behandlung von Gefäßleiden kommen u.a. zum Einsatz:
- alle Möglichkeiten einer medikamentösen Therapie arterieller, venöser und lymphatischer Gefäßerkrankungen
- invasive Therapieformen, z.B. intravenöse und intraarterielle Infusionstherapie sowie Dilatationsbehandlung und Stentimplantation bei arterieller Verschlußkrankheit
- Sklerosierungsbehandlung bei Venenleiden
- konservative Behandlung chronischer Venenerkrankungen und des Lymphödems
- moderne Schlaganfalltherapie
- konservative Therapie bei diabetischem Fuß-Syndrom und chronischer Ulcerationen bei arterieller Verschlußkrankheit in enger Zusammenarbeit mit der chirurgischen Abteilung
Wir verfügen ferner über eine umfangreiche Geräteausstattung, die nahezu alle angiologischen Untersuchungen ermöglicht.
- Ultraschall-Doppleruntersuchungen
- farbcodierte Duplexsonografie
- arterielle und venöse Venenverschlußplethysmografie
- Lichtreflexplethysmografie
- blutige Venendruckmessung und Phlebodynamometrie
- Rheografie
Invasive Untersuchungstechniken im Bereich der Angiologie werden in der radiologischen Abteilung vorgehalten und durchgeführt.
Die Kardiologie konzentriert sich nicht nur auf die angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, sie befasst sich auch mit dem Kreislauf und den herznahen Blutgefäßen. Der daraus abgeleitete Begriff der Herz-Kreislauferkrankungen beinhaltet auch Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit und viele andere Erkrankungen. Bei der Diagnostik und Behandlung der nicht unmittelbar am Herz lokalisierten Krankheiten kommt es zu Überschneidungen mit anderen Fachgebieten wie der Angiologie, der Neurologie und der Pneumologie.
Ein Schwerpunkt der kardiologischen Tätigkeit liegt im Bereich der Herzrhythmusstörungen. Wir verfügen über eine lange Erfahrung in der Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Selbstverständlich kommen auch alle gängigen Verfahren der Diagnostik wie Langzeit-EKG und Kipptischuntersuchungen zum Einsatz.
In der Diagnostik der Koronaren Herzerkrankung (KHK) arbeiten wir eng mit anderen Abteilungen des Hauses zusammen. So können wir ein breites Spektrum invasiver und nich-invasiver Untersuchungsmethoden anbieten.
Die Herzinsuffizienz als Folgeerkrankung verschiedener kardialer Grunderkrankungen ist wesentlich geprägt durch eine medikamentöse Therapie, selten sind auch maschinelle Verfahren wie die Hämofiltration notwendig. In der Diagnostik steht die Echokardiografie im Vordergrund.
Auch in der Diagnostik der Herzklappenfehler stellt die Echokardiografie die wichtigste Untersuchung dar. Zum Teil wird sie von der Speiseröhre aus als transösophageale Untersuchung durchgeführt. Sie ermöglicht eine genaue Darstellung der Art des Klappenfehlers, eine Quantifizierung und so zudem eine gute Verlaufskontrolle.