Unser Betreuungskonzept - soziale Heimat statt Abstellgleis.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, daß der altersbedingte Verlust der Leistungsfähigkeit keinem Automatismus folgt, vielmehr tritt er als Folgeerscheinung des sogenannten Nichtgebrauchs dieser Fähigkeiten hinzu. Vor diesem Hintergrund ist es unser Anliegen, für unsere Heimbewohner Zugang zu Betätigungsfeldern zu schaffen und ihnen dabei auch die Möglichkeit zur Engagementbildung zu eröffnen. Wir übernehmen dabei diejenigen Leistungen, die die Bewohner nicht selbst erbringen können und geben alle zur Erhaltung der Selbständigkeit erforderlichen Hilfen.

In unseren beiden Seniorenpflegeheimen sind vier speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen für die psychische und soziale Betreuung unserer Bewohner verantwortlich. Ihre Arbeit reicht von der Gruppenbetreuung bis hin zur persönlichen Betreuung während der Mahlzeiten. Sie leisten dabei einen wesentlichen Beitrag, um die Bewohner auch bei teilweisen Kompetenzverlusten in das tägliche Heimleben zu integrieren.
Hierfür ist es zunächst hilfreich, die Biographie sowie die Bedürfnisse und Interessen der Heimbewohner kennenzulernen, um persönliche Lebensgewohnheiten und Abläufe im Heim aufeinander abzustimmen.

Die individuelle Betreuung bzw. Einzelarbeit sehen wir während der ersten Tage und Wochen im Heim als besonders wichtig an. Neue Bewohner erleben in dieser Zeit oftmals Rollenveränderungen, da sich ihre Position in ihrem bisherigen sozialen Umfeld geändert hat. Hier setzt die Sozialbetreuung an und leistet Einzel- und Integrationshilfe.

Die täglichen Gruppenbegegnungen sind weiterer Bestandteil der Arbeit. In kleiner Runde treffen Menschen mit zum Teil völlig unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammen. Pflegebedürftigkeit, Psyche sowie körperliche und geistige Einschränkungen sind ebenfalls sehr verschieden.
Die Betreuerinnen verwenden jedoch viel Sorgfalt auf die Vorbereitung und Durchführung der Gruppenarbeit, um Über- und Unterforderung einzelner Bewohner zu vermeiden. Deshalb ist es auch hier wichtig, Interessen, Neigungen, Bedürfnisse und Krankheitsbilder der jeweiligen Bewohner zu berücksichtigen.
Als Beispiele für Gruppenangebote können Gedächtnistraining, Bewegungsübungen, Bastel- und Singstunden, Spaziergänge und Aufenthalte im Freien genannt werden.

Bei ihrer täglichen Arbeit stellen die Betreuerinnen immer wieder ein großes Kommunikationsbedürfnis und den Wunsch nach sozialen Kontakten unter den Heimbewohnern fest. Aus diesem Grund finden regelmäßig sogenannte Wohnbereichsnachmittage, die Geburtstagsfeier des Monats, Veranstaltungen zu verschiedenen Feiertagen und Anlässen sowie die Seniorennachmittage statt, an denen auch Senioren von außerhalb des Heimes teilnehmen. Selbstverständlich können auch Familienfeiern in den Heimen stattfinden.
Unsere Teams aus Pflege und Betreuung ergänzen sich somit zu einer Einheit, die für unsere Bewohner eine kompetente Versorgung gewährleisten kann.

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