Klasse statt Masse – Bestandteile der Qualitätssicherung.
Qualitätssicherungsbeauftragte
Die Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements in den Seniorenpflegeheimen wird durch eine eigens freigestellte Mitarbeiterin koordiniert.

Qualitätszirkel
Unser Qualitätszirkel trifft sich einmal monatlich unter Leitung der Qualitätsbeauftragten. Im Qualitätszirkel wird versucht, das Wissen und die Fähigkeiten (= kognitive Ressourcen) der Mitarbeiter für innerbetriebliche Problemstellungen zu nutzen.

Die zentralen Zielsetzungen des Qualitätszirkels sind:

  1. Durch Mitwirkung der Pflegemitarbeiter bei der Qualitätssicherung sollen deren Motivation und ihre Identifikation mit der Arbeit gefördert werden. Auf diese Weise soll die aktive Teilnahme der Pflegekräfte am Qualitätssicherungsprozess erreicht werden.
  2. Es soll eine Verbesserung der Arbeitsstruktur und damit eine Einheitlichkeit in den Kompetenzbereichen der Pflegemitarbeiter erreicht werden.
Der Qualitätszirkel ist ein geeignetes und wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung, zumal durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Qualitätssicherung in der Pflege einen zentralen Stellenwert eingenommen hat.

Pflegesystem, Arbeitsablauforganisation
Unsere Mitarbeiter in der Pflege und Betreuung stellen den alten Menschen in den  Mittelpunkt und betonen die Notwendigkeit seiner Mitwirkung und Förderung seiner Fähigkeiten. Deshalb arbeiten wir nach dem Pflegemodell der "13 Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) nach Monika Krohwinkel" Dieses Modell betont besonderes die Mitwirkung des alten Menschen. Es stellt aber auch sehr genau und umfassend die Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Pflege dar und weist auf die besondere Vernetzung und Zusammenhänge mit der unmittelbaren Umwelt hin.
Ganzheitliche Pflege erfolgt in einem Team mit qualifizierten Mitarbeitern unter Berücksichtigung personeller Kontinuität.

Die Zielsetzung unserer Pflege ist es, dem Bewohner
  eine angemessene Pflege zu bieten
  in seiner Lebensphase individuelle Unterstützung zu geben
  Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln 
  in seiner Abhängigkeit adäquate Unterstützung zu gewähren,  
  zuverlässige Hilfe bei körperlichen und seelischen Störungen zu geben, 
  bei möglicher Rehabilitation fachgerecht zu aktivieren,
  bis an sein Lebensende eine angemessene Lebensform zu bieten sowie
  ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen 
  
Pflegeplanung und Pflegedokumentation
Die Inhalte der Pflege werden durch Pflegeplanung, Dokumentation und Pflegestandards bestimmt. Pflegeplanungen werden in Teams erstellt und kontinuierlich aktualisiert, besprochen und überprüft. Somit wird eine individuelle bewohnerorientierte Pflege und Betreuung gewährleistet.

Die Pflegedokumentation ist ein wichtiger Bestandteil in der Qualitätssicherung. In der Pflegedokumentation lassen sich alle Maßnahmen nachvollziehen. Sie ist rechtlich notwendig, sie bietet Sicherheit für Bewohner und Personal.

Die Pflegedokumentation ermöglicht eine leistungsbezogene Abrechnung im Rahmen der Pflegeversicherung und sie sichert die Pflegequalität. Sie ist ein zentraler Informationsträger. Die Dokumentation wird sachlich und kontinuierlich von allen in der Pflege und Betreuung tätigen Mitarbeitern geführt.

Pflegestandards
Pflegestandards werden vom Qualitätszirkel der beiden Heime selbst erarbeitet und mit den einzelnen Teams besprochen Dabei wird die Individualität der Pflege und Betreuung nicht ausgeschlossen.
Pflegestandards werden regelmäßig (1 x jährlich) überprüft, überarbeitet und die Umsetzung durch die Pflegedienstleitung, die Qualitätssicherungsbeauftragte, die Bereichsleiter und die Mitarbeiter des Qualitätszirkels kontrolliert.

Pflegevisiten
Nach einem festgelegten Visitenplan erfolgen regelmäßige Pflegevisiten durch die Pflegedienstleitung, die Qualitätsbeauftragte und durch Pflegefachkräfte. Die Auswertung erfolgt zeitnah mit der Bezugspflegekraft und den Bereichsleitern sowie in der darauffolgenden Dienstberatung des Wohnbereiches. Auch Angehörige oder Betreuer haben die Möglichkeit, an den Pflegevisiten des jeweiligen Bewohners teilzunehmen.

Dekubitusprophylaxe
In diesem Bereich wurde unsere Dokumentation umgestellt. Anhand der Braden-Skala wird bei allen Bewohnern eine monatliche Bewertung des Dekubitusrisikos vorgenommen.
Bei bestehendem Dekubitus wird eine wöchentliche Verlaufskontrolle dokumentiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Wir arbeiten nach dem Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe".

Sturzprophylaxe
Eine Sturzrisiko-Skala findet bei uns Anwendung. Der Qualitätszirkel erarbeitete einen "Sturzprophylaxe-Standard"

Beschwerdemanagement
Um den Ansprüchen unserer Bewohner gerecht zu werden, haben wir ein Konzept entwickelt, das die Kommunikation mit unseren Kunden regelt und den Mitarbeitern in diesem sensiblen Bereich hilft. Betrachtet wird hier die Kundenzufriedenheit bei unseren Bewohnern, Angehörigen, Kurzzeitpflegegästen und betreuenden Hausärzten, aber auch die unserer Mitarbeiter.
Die Auswertung von Beschwerden, Kundenbefragungen und Anregungen erfolgt halbjährlich durch den Qualitätszirkel unter der Leitung der Qualitätsbeauftragten. Diese teilt die Ergebnisse in den Dienstberatungen mit.

Angehörigenversammlung
Einmal jährlich findet eine große Angehörigenversammlung statt. Themenwünsche können im voraus von den Angehörigen und Betreuern eingereicht werden.
Zusätzlich finden einmal jährlich auch Gesprächsrunden mit den Angehörigen und Mitarbeitern auf den Wohnbereich statt, um so das Vertrauensverhältnis noch weiter auf- und auszubauen und dieses zu festigen.

  nach oben 
Kreiskrankenhäuser Sonneberg und Neuhaus gGmbH
Patienten/Angehörige
Fachpublikum
Beruf/Karriere
Krankenhäuser
Seniorenpflegeheime
Ambulante Pflege
Rettungsdienst
Das Unternehmen
international patients
eMail-Grüße ans Bett